Design Thinking

Die Innovationsmethode Design Thinking wurde an der Stanford University entwickelt und sie stellt das Kundenbedürfnis mit einer spezifischen Vorgehensweise in den Mittelpunkt. Ursprünglich gab es erste Ansätze und Überlegungen dazu in der Architektur (Rowe, 1987).

Die erwähnte systematische Vorgehensweise basiert dabei auf den drei Kernelementen Kundenverständnis, Ideengenerierung und Prototypen mit den drei zentralen Dimensionen
Mensch, Business und Technologie (Vetterli et al., 2011, S. 4-5; Dolak et al., 2013, S. 4).
Prototypen, üblicherweise aus Papier, bilden dabei ein zentrales Element um die Anpassbarkeit und die emotionale Erlebbarkeit sicherzustellen. Beginnend mit einer Design Space Exploration wird eine Vielzahl von Prototypen erstellt.
  • Zu Beginn Critical Function Prototypes,
  • gefolgt von Dark Horse Prototypes (ungewöhnliche und skurille Ansätze),
  • Funky Prototypes (integrierte Prototypen),
  • Functional Prototypes (Festlegung Anforderungen an finale Lösung),
  • X-is-finished-Prototyp (eine Funktion voll funktionsfähig) sowie schliesslich einem
  • Final Prototype (Vetterli et al., 2011, S. 6; Brenner & Uebernickel, 2015, S. 42-49).
Jeder Prototyp durchläuft dabei einen Mikrozyklus (Stanford Design Cycle) bestehend aus
  • Verstehen, Problemdefinition und Re-definition (en. understand),
  • Beobachten, Needfinding und Synthese (en. observe),
  • Fokussieren (en. point of view)
  • Ideengenerierung (en. ideate),
  • Prototyping und Storytelling,
  • Testen sowie, um den Kreis zu schliessen,
  • einer Problem Re-definition (Brenner & Uebernickel, 2015, S. 25; Reinold, 2017).
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Beim Testen ist Scheitern erlaubt und es dient dazu möglichst viele Rückmeldungen zu erhalten. Eine hohe Anzahl von Iterationen verhindern dabei Fehlschlüsse. Die Kunden werden zu ihren Bedürfnissen oft nicht direkt befragt. Sie werden beobachtet um bessere Ergebnisse zu erhalten. Damit wird ein tiefgehendes Kundenverständnis angestrebt. Alle Eindrücke, Interviews, Beobachtungen werden mittels adäquater Visualisierungsformen wie Fotos, Videos, Skizzen, Storytelling u.ä. erlebbar aufbereitet. (Vetterli et al., 2011, S. 8-9)



Brenner, W. & Uebernickel, F. (2015). Design Thinking - Das Handbuch. Frankfurt: Frankfurter Allgemeine Buch.
Dolak, F., Uebernickel, F. & Brenner, W. (2013). Design Thinking and Design Science Research. St. Gallen: University of St. Gallen, Institute of Information Management.
Reinold, D. (2017). Design Thinking. ProjektMagazin.
Rowe, P. G. (1987). Design Thinking. Cambridge, MA: MIT Press.
Vetterli, C., Brenner, W., Uebernickel, F. & Berger, K. (2011). Die Innovationsmethode Design Thinking. Düsseldorf: Symposion Publishing.
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